Kerstin Loss

Wer rastet, der rostet.

Raus aus der Komfortzone!

Wir sitzen im Büro, lümmeln auf dem Sofa, fahren Auto oder S-Bahn, holen den Fahrstuhl oder nehmen die Rolltreppe. Da waren unsere Vorfahren von Natur her sportlicher: Sie mussten einen erheblichen Teil ihrer Arbeit mit Muskelkraft verrichten. Geblieben ist aber, dass unser Körper evolutionär bedingt auch heute Bewegung unbedingt braucht.

Vom alten Trott zu neuer Lebensfreude

Wenn Sie essen, nehmen Sie Energie auf - Vitamine, Ballaststoffe und Kalorien. Diese Energie wird aber nur verbraucht, wenn Sie dafür etwas tun. Zu viele Abende auf dem Sofa bringen eher Fettpölsterchen, Herzprobleme und alles, was langfristig schlapp und vor allem krank macht. Kurzum: kommen wir nicht in Gang, gehen wir hohe gesundheitliche Risiken und bleibende Schäden ein.

Überwinden Sie den inneren Schweinhund und lassen Sie das Auto für kurze Strecken mal stehen, legen Sie einen zügigen Abendspaziergang ein oder stauben Sie Ihr Fahrrad ab und wagen Sie eine Runde im Quartier. Damit tun Sie nicht nur etwas für Ihre Pumpe, sondern auch für Ihre Laune. Denn mit Bewegung kommt unser Kraftwerk erst in Fahrt und bringt all die gefutterte Energie endlich an die richtigen Adressen. Da wird Fett und vieles andere verbrannt, verstoffwechselt und am Ende kommen sogar Endorphine bei raus, also positive Botenstoffe im Gehirn, die uns eben neuen Schwung geben. Davon kann man eigentlich nicht genug kriegen, weil wir Alltag und Dauerstress auch mal die Harke zeigen.

Noch ein neuer Gefährte

Genau diese Erfahrung habe ich gemacht. Erst die Augen gerollt, meine alten Sportschuhe und Trainingsklamotten aus dem Schrank gekramt und aus dem Haus gegangen. Erst wusste ich nicht so recht, aber dann legte ich einen Gang zu und kam ziemlich durchgeschwitzt nach einer herrlichen Stunde zurück. 

Das Schönste: ich habe den Schweinehund freigelassen und bin allein, ganz für mich in mein neues Abenteuer gelaufen. Darauf war ich besonders stolz und mehr noch: Ich fühlte mich rundum frisch und lebendig. Heute ist mir Bewegung neben der gesunden Ernährung zu einem Gefährten geworden, der mich täglich abholt. Ich fühle mich körperlich definiert, sehe jeden Morgen auf der Waage mein Idealgewicht bestätigt und erlebe rundum neue Lebensqualität.

Im Folgenden gebe ich Ihnen Anregungen und Tipps, die Ihnen dabei helfen können, Ihren eigenen inneren Schweinehund aus dem Haus zu jagen.

Wussten Sie, dass...

... der innere Schweinehund, den Sie überwinden müssen, um den ersten Schritt zu tun, umso kleiner wird, je regelmäßiger Sie Sport treiben?

Wussten Sie, dass...

... regelmäßiger Sport das Risiko für den Herzinfarkt oder die altersbedingte Demenz um ein Vielfaches reduzieren kann?

Wussten Sie, dass...

... der zunehmende Mangel an Bewegung und die steigende Zahl psychischer Störungen in direktem Zusammenhang stehen?

Der beste Arzt sind Sie!

Es grenzt wirklich fast an ein Wunder - unser Organismus registriert jeden Moment, in dem wir ihn auf Trab bringen. Er belohnt uns so umfassend, wie das kaum ein Arzt behandeln könnte.

Regelmäßiger Sport wirkt direkt und positiv auf das Herz. Es wird als Muskel neu gefordert und damit belastbarer. Auch alle anderen Muskeln werden kraftvoller. Mit einer stärkeren Pumpe haben auch die Adern wieder mehr Druck und werden elastischer. Fettpölsterchen werden von ihren festen Plätzen verscheucht, das Risiko von Infarkten sinkt, da Kalk- und Fettablagerungen weggespült und abgebaut werden.

Und das Schärfste: unser Gehirn registriert, dass alte Gewohnheiten durchbrochen werden und passt seine Systeme mit neuen Neuronen und Verknüpfungen so an, dass die Selbstkontrolle und der Wille positiv beeinflusst werden. Wenn Sie sich bewegen, entsteht eine Eigen-Dynamik, die Sie Schritt für Schritt in ein gesünderes, schwungvolles Leben bringt - regelmäßige Bewegung ist eben eine der wichtigsten Triebfedern.

Fett verkürzt Lebenszeit.

Weit vor unserer Zeit nutzte der Mensch Fetteinlagerungen als Speicher, um auch in mageren Zeiten große Energiemengen mobilisieren zu können. Davon sind wir inzwischen weit entfernt.

Fertigpizza und Donuts können wir heute direkt ans Sofa bestellen. Ohne Bewegung leeren wir diesen Speicher nicht mehr und schleppen gefährliches Fett mit uns herum. Vor allem ein Fett wirkt fatal: Viszeralfett, das tief im Bauchraum schlummert. Diese gelbliche Masse ist Brutstätte für Botenstoffe, die in den gesamten Körper fluten und verschiedenste Entzündungen in Gang bringen. Das Langzeitergebnis sind Diabetes mellitus, Thrombosen, Infarkte, Arteriosklerose und Krebs.

Damit dieser Fettspeicher nicht überläuft, ist regelmäßiger Sport lebenswichtig. Er hält uns die chronischen Entzündungen vom Leib. Deswegen haben auch Sportler, die über ihrem Idealgewicht liegen, eine höhere Lebenserwartung als schlanke Bewegungsmuffel.

Kerstin Loss, Präventologin T 030 - 43745225 | © 2017